Mittwoch, 20. Juni 2018
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Weniger Wohnraum für Münchner Studenten

Weniger Wohnraum für Münchner Studenten

 

Die Wohnungsnot in München ist so akut wie nie zuvor. Anzahl der Studierenden ist in diesem Jahr erneut angestiegen. In der Landeshauptstadt leben 116 000 Studenten, über das Studentenwerk stehen jedoch Unterkünfte nur für 11 000 zur Verfügung.

 

Im aktuellen Wintersemester wurden nur 1350 Studentenwohnheime neu vergeben und 7500 Studenten auf die Warteliste gesetzt. Auf dem freien Wohnungsmarkt ist die Suche nach Wohnungen aufgrund der überhöhten Mietpreise nicht einfacher.

 

Junge Menschen zahlen im Durchschnitt 348 Euro monatlich in der teuersten Studentenstadt Deutschlands. Hinzu kommt, dass junge Mieter nicht unbedingt die erste Wahl der Vermieter sind. Der akademische Nachwuchs ist vom angespannten Markt stark betroffen.

 

Hohe Mietpreise in Relation zum Kaufpreis und damit einhergehende hohe Renditen ziehen immer mehr Immobilien Investoren nach München. Das Angebot und Nachfrage Verhältnis eröffnet profitable Investmentmöglichkeiten im Luxussegment. Ein-Zimmer-Appartments der geplanten Edel-Studentenwohnheime sollen bis zu 890 Euro im Monat kosten.

 

Maßnahmen wie teure Neubauwohnungen werden gegen den Wohnungsmangel keine Änderungen bewirken. Der Bund hat die Problematik erkannt und reagiert mit einem neuen Programm. Bezahlbares studentisches Wohnen soll durch staatlich geförderten Wohnungsbau geschaffen werden.

 

Voraussetzung für den staatlichen Zuschuss ist die Deckelung der Warmmiete auf 260 Euro im Monat. Eine kurzfristige Lösung für die nächsten Erstsemester wird dennoch nicht erwartet, da die Förderung für den Bau erst 2016 starten soll.

 

Foto: Wohnen wie im Bilderbuch © digital cat @ flickr.com (CC 2.0)