Samstag, 24. Februar 2018
Home / Nachrichten / Rassismus an deutschen Hochschulen
5584137381_1a0af39dfc_b

Rassismus an deutschen Hochschulen

Rassismus an deutschen Hochschulen – Der Rassismus der „Elite“

Wer weiß, deutsch, männlich und bürgerlich ist, hat die besten Chancen, an einer deutschen Hochschule erfolgreich zu sein. Wer das nicht ist: Pech gehabt!

Rassistische Vorfälle an deutschen Hochschulen, die in den Medien ab und an hohe Wellen schlagen, sind leider keine Seltenheit mehr. Die Überzeugung, dass akademische Bildung gegen Rassismus schützt, ist ein Irrtum. Viel zu oft denken Menschen, Rassismus und Vorurteile seien Probleme der Unterschicht.

Amerikanische Studien (http://www.sciencedaily.com/releases/2013/08/130811005342.htm) belegen aber wissenschaftlich, dass auch „kluge“ Menschen genauso rassistisch wie „dumme“ Menschen sind. Letztere verstecken es nur schlechter. Akademiker sind nämlich viel besser darin, ihre Gesinnung hinter komplizierten Definitionen und Thesen zu verstecken. Es ist der subtile Rassismus, den man nicht immer erkennt.

Der Mythos Uni als Oase der Freiheit, Vorurteilslosigkeit und Aufgeklärtheit ist damit nicht länger haltbar.  Vor allem Farbige und Studenten mit muslimischem Migrationshintergrund aus ganz Deutschland berichten von rassistischen Erfahrungen an deutschen Hochschulen. (siehe Buch: „eingeschrieben.: Zeichen setzen gegen Rassismus an deutschen Hochschulen“ von Emily Ngubia Kuria )

Ein distanzierter Blick auf die Universitäten zeigt deutlich, dass Universtäten konservative Orte sind, die gesellschaftliche Ungleichheiten eher abbilden und reproduzieren als aufbrechen.

Viele Studenten, Akademiker und Wissenschaftler reagieren empfindlich, wenn man sie darauf hinweist, dass sie sich rassistisch verhalten. Sie sehen das Bild des gebildeten neutralen „Wissenschaftlers“ gefährdet, der angeblich völlig frei von Vorurteilen ist.

Dabei ist kein Mensch frei von Vorurteilen und Fehlern – und gerade Studenten, Akademiker und Wissenschaftler sollten ihre Worte und Taten kritisch hinterfragen können. Wo, wenn nicht in der Universität, ist Raum für Selbstkritik und Vielfalt?

Schreibe einen Kommentar