Mittwoch, 20. Juni 2018
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Pressemitteilung zu den Anschlägen in Paris

Am Mittwoch, den 7. Januar, stürmten drei Männer die Redaktionsräume der französischen Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ in Paris. Dabei töteten sie 12 Menschen und verletzten weitere 20 Personen schwer.

Die Muslimische Studenteninitiative verurteilt den Anschlag auf Charlie Hebdo und spricht den Angehörigen der Opfer ihr Mitleid aus.

Die Morde in Frankreich erfüllen uns mit Entsetzen und Trauer. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen der Opfer der Anschläge auf die Redaktion von Charlie Hebdo ebenso wie auf den koscheren Supermarkt in Paris. Diese Morde sind durch nichts zu rechtfertigen.

Dieser entsetzliche Anschlag bietet jedoch neuen Dünger für rassistische Gruppierungen und all jene, die damit die Bevölkerung spalten wollen. Nach den Anschlägen wurden mehrere muslimische Einrichtungen in Frankreich angegriffen und die Debatten um die „Gefahr durch den Islam“ wurden wieder angefacht.

Die Anschläge von Paris bieten auch Faschisten in Deutschland Futter für ihre menschenverachtende und hetzerische Politik. Die PEGIDA (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) und ihr nahestehende Parteien und Organisationen, haben das Attentat bereits genutzt, um die Bevölkerung in Deutschland zu spalten.

Der Anschlag von Paris war ein Anschlag von Terroristen auf die Werte unserer offenen demokratischen Gesellschaft. Unsere erste Antwort darauf muss lauten: Empathie und Respekt gegenüber den Opfern. Und unsere zweite Antwort: Mehr Demokratie und mehr Menschlichkeit.

Vor diesem Hintergrund ist es unerträglich, wie die Opfer des Anschlags von einigen Gruppierungen dazu instrumentalisiert werden, um eine gesamte Glaubensgemeinschaft zu stigmatisieren.

Genauso, wie wir den Anschlag auf „Charlie Hebdo“ verurteilen, verurteilen wir auch alle Bemühungen, den Tod dieser zwölf Menschen für rassistische und spalterische Hetze gegen eine gesamte Religionsgemeinschaft oder Menschen mit Migrationshintergrund auszunutzen.

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